Hans Conrad Zander
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Zu meinen Büchern:

Eine einigermassen vollständige Liste meiner Bücher, CD und sonstigen Werke ist zu finden in:
Gedruckt: Kürschners Deutscher Literatur-Kalender, Leipzig, zuletzt 2006/2007 (65. Jahrgang).
Im Internet: "Lexikon Schweizer Schriftstellerinnen und Schriftsteller der Gegenwart" unter

http://lexikon.a-d-s.ch/index.php

Im Buchhandel erhältliche Bücher: Zu finden unter buchhandel.de, jedoch unglücklicherweise nicht unter "Hans Conrad Zander", sondern unter "Hans C. Zander" und auch dort nur im langen, sinnlosen Durcheinander mit völlig anderen Autoren. Besser nicht den Namen, sondern den gesuchten Titel eingeben.

Von diesen lieferbaren Büchern würde ich selber zuerst die folgenden Titel lesen:

Haus Himmelstür Als die Religion noch nicht langweilig war Der erste Single Der erste Single. Jesus, der Familienfeind. In den historischen Jesus ist fast alles hineininterpretiert worden. Eines aber nicht. Nirgendwo und nie hat einer gewagt, Jesus darzustellen als Modell des braven christlichen Familienvaters. Denn dies bezeugen alle vier Evangelien: Jesus war das Gegenteil eines Familienmenschen. Wenn es dem biblischen Bericht zufolge einen konstanten, offenkundigen Zug im Leben Jesu gibt, so urteilt der jüdische Historiker Schalom Ben Chorin, dann ist das der Konflikt Jesu mit seiner Familie ("Denn sie sagten: Er ist von Sinnen", Markus 3, 20).
Umso mehr überrascht es, dass in der kirchlichen Verkündigung unserer Zeit die Familie einhellig gepriesen wird als die eigentlich christliche, vor allen andern bejahenswerte, fördernswerte Lebensform. Für Kardinal Meisner ist die Familien-Triade - Vater, Mutter, Kind - nichts weniger als das "irdische Abbild der Allerheiligsten Dreifaltigkeit". Wer sich bewusst gegen sie stellt, leugne somit Gott selbst. Selbst jene Parteien, die das Christliche nur noch im Namen tragen, die CDU in Deutschland, die CVP in der Schweiz, plakatieren als letzten Rest christlicher Gesinnung den innigen Glauben an die Familie als das schlechthin Gute und steuerlich Fördernswerte.
So ist denn dieses Buch eine wahrhaft erlösende Nachricht für jene enorme Zahl von Menschen, die heute - ob Christen oder nicht - in unseren Grossstädten als Singles leben: Mögen auch die Muslime so absolut an die Familie glauben wie Kardinal Meisner, bei uns Christen ist Familiengläubigkeit etwas Wesensfremdes, biedermeierisch Aufgesetztes. Das liegt nicht nur an der Person Jesu. In seinem klassischen Beginn war das Christentum rund ums Mittelmeer eine Grosstadtreligion und somit eine Religion für Singles. Auch wenn es da manch brave kleine Familie gab, war das Christentum dennoch in Alexandrien, in Konstantinopel, in Rom primär eine Single-Szene, die besonders jungen Frauen die Gelegenheit bot, sich von ihren Ursprungsfamilien zu emanzipieren.
Und wie die christliche Grossstadt-Szene der Antike, so die grossen christlichen Gestalten späterer Jahrhunderte. Im Aufstand gegen die Familie haben ein Franz von Assisi, ein Sören Kierkegaard zu ihrer christlichen Identität gefunden. Am deutlichsten hat sich, wie immer, die heilige Theresia von Avila ausgedrückt: "Welche Gnade, wenn Gott einer Frau den Ehemann erspart."
Heisst das, dass jeder moderne Single schon eine heilige Theresia sei oder ein heiliger Franz? Nein. Aber soviel heisst es schon: Archetypisch bietet die Single-Existenz die weitaus besten Voraussetzungen für ein religiöses Leben. Selbst wenn er an gar nichts glaubt, leistet der heutige Single doch einen kostbaren Beitrag zur dringendsten christlichen Aufgabe unserer Zeit: Gottes Schöpfung zu bewahren vor der familiogenen Zerstörung durch übervölkerung.

Als die Religion noch nicht langweilig war Die Geschichte der Wüstenväter. Gütersloh 2011. Klassische historische Unterhaltung mit starkem Gegenwartsbezug.
Nach meiner eigenen Meinung mein bestes Buch. Früher bei Kiepenheuer, jetzt überarbeitet neu im Gütersloher Verlagshaus.

Joachim, mir graut's vor dir Von der unwiderstehlichen Komik der Religion. Köln (Kiepenheuer & Witsch) 2004.
Ausgehend von der Begegnung mit dem Kölner Kardinal Joachim Meisner als dem irdischen Archetyp des religiösen Ernstmeiners und Ernstmachers führt das Buch durch alle Register der klassischen Satire zur himmlischen Erkenntnis: »Religion ist wesenhaft komisch« weil sie vom Himmel aus betrachtet komisch ist. Unter verändertem Titel ist dieses Buch auch als Kiwi-Taschenbuchausgabe erschienen: Darf man über Religion lachen? Eine Kreuzfahrt von Voltaire über Wilhelm Busch bis zu Joachim Kardinal Meisner. Köln 2005.

Napoleon in der Badewanne Das Beste aus Zanders grosser Universal-Geschichte. Münster (LIT) 2004.
Dieser 1977 erstmals bei Walter erschienene Band ist mein erfolgreichstes Geschenkbuch. Aus der WDR-Sendereihe »Zeitzeichen« hervorgegangen bietet es historische Bildung in höchst unterhaltsamer Form.

Zehn Argumente für den Zölibat Ein Schwarzbuch. Düsseldorf (Patmos) 1997.
Ein ambivalent geschriebenes Buch. Nach meiner Meinung meine beste Satire. Inzwischen auch als Taschenbuch bei Piper erschienen.

Von der Religiosität der Katzen 24 Sonntagsweisheiten. Münster (LIT) 1990.
Kurzgeschichten mit literarischem Anspruch, manche nach der Art von James Joyce's Dubliners.

Von der rechten Art, den Glauben zu verlieren Münster (LIT) ohne Jahr.
Klassische Seelsorge. Ohne alle Werbung ist dieses kleine Buch ist, ganz überraschend, über Jahrzehnte zu einem heimlichen Renner geworden.

Die emanzipierte Nonne Gottes unbequeme Freunde. Münster (LIT) 2004.
Es ist ein besonderes Verdienst des LIT Verlags, dieses inzwischen fast klassische Buch über die Heiligen der katholischen Kirche neu herausgebracht zu haben.

Warum waren die Mönche so dick? Wahre Komödien aus der Geschichte der Religion. Gütersloh (Gütersloher Verlagshaus) 2005.
Das im Sommer 2005 erscheinende Geschenkbuch vereinigt zwölf neue, unveröffentlichte petites histoires aus der Religionsgeschichte mit zwölf älteren Geschichten, die in andern Ausgaben vergriffen waren, zu einem grossen Lesevergnügen.

Hans Conrad Zander und Georg Bungter: Haus Himmelstür Der grösste Arztroman aller Zeiten. Münster (LIT) 1999.
Schönster Unsinn.

Kurzgefasste Verteidigung der Heiligen Inquisition. Gütersloher Verlagshaus 2007. Aufklärung wider die Aufklärung in einer doppelbödigen Satire.

"Dummheit ist Sünde." Thomas von Aquin im Interview mit Hans Conrad Zander. Patmos Düsseldorf Februar 2009.

Antonius für Steuerzahler. Die vierzehn besten Nothelfer für die moderne Seele. Gütersloher Verlagshaus Februar 2009.

Wer mich nicht gern liest, mir aber gern zuhört, findet eine klassische Auswahl meiner besten Stücke, selbstgesprochen, in folgendem Hörbuch:

Göttliche Kalorienkunde. Von der Leichtigkeit der Religion. Doppel-CD. Gütersloher Verlagshaus 2007.